Mensch versus Maschine

22. April 2004, 21:45
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Wie (un)kompliziert künftig Autofahren werden könnte

Abgesehen von diversen Behübschungsmaßnahmen, die streng den Moden folgen, ist Automobildesign doch sehr stark von der reinen Funktion beeinflusst. Und von den verwendeten Materialien. Technologische Fortschritte haben die Freiheit der Designer in den vergangenen 20 Jahren deutlich vergrößert. Man denke nur an die neuerdings vielen Spielarten von Scheinwerfern und an neue Kunststoffe mit neuen gestalterischen Möglichkeiten.

Schritt für Schritt werden auch künftig neue Freiheiten fürs Design auftauchen. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, der sich wesentlich gravierender auf die Gestaltung des Automobils auswirken wird: die Schnittstelle Mensch-Maschine. Dabei ist weniger die Frage im Vordergrund, ob wir in zwanzig Jahren noch ein Lenkrad haben werden (wahrscheinlich schon, ein Auto ist ja keine Baumaschine), sondern vielmehr: Wie muss das Umfeld des Fahrers gestaltet sein, damit er in der Lage ist, die wachsende Vielfalt an Funktionen nicht nur zu bändigen, sondern sich auch noch wohl zu fühlen damit?

In diesem Punkt ist in der Industrie gewaltiges kollektives Kopfzerbrechen im Gang. Aber nicht alles, was Experten als Fortschritt erachten, gefällt auch dem Publikum. Eine neue Logik des Bedienens muss gefunden werden, bei der die Menschen auch gerne mitziehen.

Eine Schlüsselrolle wird dabei sicher die Sprachsteuerung spielen. So ein Konzept ist unwahrscheinlich komplex und dementsprechend schwierig zum Laufen zu bringen. Aber es wird funktionieren. (rs, DER STANDARD, AUTOMOBIL, 27.2.2004)

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