Schutzgebiete funktionieren oft nicht

19. Juli 2004, 12:03
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Geschützte Waldflächen zunehmend gefährdet

Kuala Lumpur - Zum Auftakt des UNO-Kongresses über den Schutz der Artenvielfalt haben Umweltschützer wegen der zunehmenden Gefährdung von unter Schutz stehenden Waldflächen Alarm geschlagen. Weltweit seien Wälder trotz ihrer Ausweisung als Schutzgebiete von Wilderei, illegalem Holzeinschlag und landwirtschaftlicher Nutzung bedroht, hieß es in einem am Montag am Rande des Treffens in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur vorgestellten Studie der Umweltgruppe WWF.

"Schutzgebiete funktionieren nur, wenn sie wirklich unter Schutz stehen, und dies ist nicht immer der Fall", kritisieren die Experten. Die Untersuchung von beinahe 200 geschützten Waldgebieten in 34 Ländern ist nach WWF-Angaben die bislang umfassendste Studie dieser Art.

Die Untersuchung bemängelt die oft unzureichende Umsetzung und Überwachung von Umweltschutzbestimmungen. Dies schade der Motivation der Waldhüter und fördere "illegale Geschäfte krimineller Gruppen, die etwa in den Schmuggel seltener Tiere verwickelt" seien. Der WWF rief die Teilnehmerländer der Konferenz in Kuala Lumpur dazu auf, mehr Geld für den Schutz der Wälder zur Verfügung zu stellen und effektiver gegen Wilderei und illegalen Holzeinschlag vorzugehen. "Die Zukunft der Artenvielfalt auf der Welt beruht auf einem starken Netzwerk geschützter Flächen." (APA)

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