Erneut Proteste gegen Sicherheitskonferenz

Redaktion, 08. Februar 2004 10:27

Laut VeranstalterInnen 10.000 TeilnehmerInnen bei Kundgebung auf Marienplatz

München - Die Kritiker der Münchner Sicherheitskonferenz haben am Samstag erneut gegen die Veranstaltung demonstriert. Bei einer Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz und einem anschließenden Demonstrationszug protestierten nach Polizeiangaben rund 5.000 Personen gegen das Treffen hochrangiger Politiker und Militärs aus 45 Ländern. Die Organisatoren der Protestaktionen sprachen von 10.000 Teilnehmern. Unter den Demonstranten war auch der Liedermacher Konstantin Wecker.

"Abrüstung statt Sozialabbau"

Die Proteste verliefen nach Polizeiangaben ohne nennenswerte Störungen. Zum Schutz der Sicherheitskonferenz waren in München rund 4.000 Polizisten zusammengezogen worden, Hunderte von Polizeifahrzeugen prägten das Stadtbild. Auf Plakaten der Konferenzgegner war unter anderem "Ausreiseverbot für die Bundeswehr", "Abrüstung statt Sozialabbau" oder "Stoppt die weltweiten Kriege der NATO-Staaten" zu lesen.

Bereits am Freitag hatten mehrere hundert Menschen gegen die 40. Münchner Sicherheitskonferenz demonstriert. Dabei nahm die Polizei 28 Demonstranten unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungs- und Waffengesetz, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung fest. Außerdem kesselte die Polizei am Freitag mehrere kleinere Gruppen ein und nahm 147 Demonstranten in Gewahrsam. Sie hatten nach Polizeiangaben versucht, eine Straße zu blockieren. (APA/dpa)

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