Laut VeranstalterInnen 10.000 TeilnehmerInnen bei Kundgebung auf Marienplatz
München - Die Kritiker der Münchner Sicherheitskonferenz
haben am Samstag erneut gegen die Veranstaltung demonstriert. Bei
einer Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz und einem
anschließenden Demonstrationszug protestierten nach Polizeiangaben
rund 5.000 Personen gegen das Treffen hochrangiger Politiker und
Militärs aus 45 Ländern. Die Organisatoren der Protestaktionen
sprachen von 10.000 Teilnehmern. Unter den Demonstranten war auch der
Liedermacher Konstantin Wecker.
"Abrüstung statt Sozialabbau"
Die Proteste verliefen nach Polizeiangaben ohne nennenswerte
Störungen. Zum Schutz der Sicherheitskonferenz waren in München rund
4.000 Polizisten zusammengezogen worden, Hunderte von
Polizeifahrzeugen prägten das Stadtbild. Auf Plakaten der
Konferenzgegner war unter anderem "Ausreiseverbot für die
Bundeswehr", "Abrüstung statt Sozialabbau" oder "Stoppt die
weltweiten Kriege der NATO-Staaten" zu lesen.
Bereits am Freitag hatten mehrere hundert Menschen gegen die 40.
Münchner Sicherheitskonferenz demonstriert. Dabei nahm die Polizei 28
Demonstranten unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungs-
und Waffengesetz, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung fest.
Außerdem kesselte die Polizei am Freitag mehrere kleinere Gruppen ein
und nahm 147 Demonstranten in Gewahrsam. Sie hatten nach
Polizeiangaben versucht, eine Straße zu blockieren. (APA/dpa)