Einbringung der "Presse" als "hochwillkommene Option"

30. Jänner 2004, 15:02
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Radinger: Sollte noch heuer entschieden werden - Wäre kartellrechtlich zu prüfen

Noch in diesem Jahr sollte entschieden werden, ob die "Presse" in die ET Multimedia AG (ETM) eingebracht wird, meint Friedrich Radinger, der gemeinsam mit "Presse"-Eigentümerin Styria Medien AG bei der ETM, 50-Prozent-Eigentümerin des "WirtschaftsBlatt", einsteigt. Ein solcher Schritt wäre eine "hochwillkommene Option", müsste aber wohl von den Kartellbehörden genehmigt und daher genau geprüft werden, sagte er am Freitag..

Beim "ersten Schritt", dem nun beschlossenen Einstieg von Radinger und Styria, sei eine Genehmigung durch die Kartellbehörden dagegen nicht notwendig, da die Styria allein nicht auf eine qualifizierte Minderheit komme. Darüber, wie sich die beiden neuen Partner die Anteile untereinander aufteilen, "wollen wir eigentlich nicht sprechen", sagte Radinger. "Das ist eigentlich nicht relevant für das Projekt."

"Schwungmasse und Dynamik"

"Schwungmasse und Dynamik" möchte Radinger dem Unternehmen für den angepeilten Börsegang in zwei bis drei Jahren verschaffen. Die Einbringung der "Presse" sei da nur eine Möglichkeit, man könne auch an Neugründungen denken - innerhalb der drei "Cluster" der ETM: Wirtschaft und Tageszeitungen, Frauen (u.a. mit Titeln wie der "Wienerin" oder "Diva") und einem "Jugendcluster" (etwa mit dem Kinomagazin "Skip" und dem Musiksender go tv). Für neue Tageszeitungen sieht er allerdings "den Markt in hohem Maße besetzt".

"Visionärer Ansatz"

Der frühere Geschäftsführer von T-Mobile Austria kehrt nun zu seinen beruflichen Wurzeln zurück, war er doch vor seiner Zeit im Telekommunikationssektor für die "Kronen Zeitung", die "Ganze Woche" sowie "tele" tätig. "Das österreichische Mediengeschäft hat immer meine Liebe gehabt", sagte er am Freitag. Bei der neuen Partnerschaft ortet er außerdem einen "visionären Ansatz", man könne "völlig neue Ziele" in der Medienbranche realisieren. Darüber hinaus habe er "ein hohes Maß an Gestaltungsfreiraum, den ich bei meinen Jobs immer brauche, um erfolgreich arbeiten zu können". (APA)

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