Radioimmuntherapie gegen Lymphdrüsenkrebs am LKH Feldkirch

30. Jänner 2004, 14:35
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Bregenz/Feldkirch - Am Landeskrankenhaus in Feldkirch wird erstmals in Österreich eine neue Krebsbehandlung angewendet. Seit Jänner 2004 wird nach den USA auch in Europa das neue Radioimmuntherapeutikum "Zevalina" zur Behandlung von Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) zugelassen. Angestrebt wird die Verbesserung der Lebensqualität und Lebensverlängerung der Patienten.

Die neue Behandlung beruht laut Primar Univ.-Doz. Heinz Fritzsche (Leiter der Nuklearmedizin) darauf, dass intelligentes Eiweiß die charakteristische Oberflächenstruktur des Tumors erkennt. Einem dem körpereigenen Eiweiß nachgebauten Antikörper wird ein radioaktiver Betastrahler (Yttrium 90) angehängt - er dient dann als "intelligenter Transporter". Fritzsche verdeutlicht: "Die Lymphom-Tumorzellen sind von einer speziellen Oberflächenbeschaffenheit, die den künstlichen Eiweißkörper erkennt und zielgenau anstrebt. Der Eiweißkörper setzt sich an den Tumorzellen fest und führt allein schon zu einem teilweisen Untergang von Tumorzellen. Der angehängte Betastrahler Yttrium 90 kann nun zusätzlich die bösartigen Zellen unmittelbar bestrahlen". (APA)

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