Gänserndorf: Land sucht Betreiber für Safaripark

30. Jänner 2004, 19:44
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Die Tierpflege für die 800 Tiere scheint vorerst gesichert - ein Konzept zur Weiterführung muss erst erarbeitet werden

St. Pölten/Gänserndorf - Die Tierpflege im insolventen Safaripark Gänserndorf scheint vorerst gesichert zu sein. Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (VP) teilte am Donnerstag mit, dass Masseverwalter Ferdinand Bruckner die weitere Vorgangsweise mit der Österreichischen Zoo Organisation (OZO) vereinbart habe.

Neuer Beteiber gesucht

Demnach übernimmt die Pflege eine neue Gesellschaft, der neben einer OZO-Tochter die Veterinärmedizinische Universität Wien und die Konrad Lorenz-Forschungsgesellschaft angehören. Beschäftigt werden die 30 noch verbliebenen Mitarbeiter. Parallel dazu werde ein Rohkonzept zur Weiterführung erarbeitet, auf dessen Basis neue Betreiber gesucht werden, so Gabmann.

Die niederösterreichische Landesregierung hatte in ihrer Sitzung am Dienstag eine Soforthilfe im Ausmaß von 100.000 Euro beschlossen. Der Betrag wird der OZO aus der Regionalförderung des Landes zur Verfügung gestellt, um die Versorgung der rund 800 Tiere aufrecht zu erhalten.

Die Safari- und Abenteuerpark Gänserndorf GmbH Gänserndorf hatte am 19. Jänner am Landesgericht Korneuburg Konkurs angemeldet, die Schulden wurden von der Geschäftsführung mit 4,7 Mio. Euro beziffert. In der Folge wurde der Safaripark, der heuer erstmals auch im Winter offen gehalten hatte, für Besucher beschlossen. 30 Mitarbeiter hielten die Versorgung der Tiere weiter aufrecht. Sie hatten teils seit Monaten keinen Lohn mehr erhalten. (APA)

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