Nomminierungen für Grimme-Preis

29. Jänner 2004, 16:33
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Mit im Rennen: Murnbergers Streifen "Taxi für eine Leiche" und die ORF-Koproduktion "Schwabenkinder" von Jo Baier

Marl - Für 53 Fernseh-Akteure, Filme und Dokumentationen besteht in diesem Jahr Aussicht auf den renommierten deutschen Grimme-Preis. Mit im Rennen sind "alte Hasen" wie Sat.1-Lästermaul Harald Schmidt. Aus Österreich können sich Wolfgang Murnbergers Streifen "Taxi für eine Leiche" und die ORF-Koproduktion "Schwabenkinder" von Jo Baier Hoffnungen auf die Auszeichnung machen.

Chancen auf die Trophäe hat auch das Sat.1-Bergbau- Drama "Das Wunder von Lengede" mit seinen Darstellern Armin Rohde und Heino Ferch. Der Zweiteiler wurde vom Chef des Marler Adolf Grimme Instituts, Bernd Gäbler, als großes Fernsehereignis gelobt und Armin Rohde als einer der großen Darsteller im Fernsehjahr 2003. Bis Mitte März wollen die Jurys die Preisträger auswählen. Am 3. April findet die Gala in Marl statt.

Vierter "Grimme" für Regisseur Marcus Vetter und Harald Schmidt?

Gewinnen können in Marl besonders die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender. Sie haben bei den Nominierungen zahlenmäßig die Nase vorn und konnten in den Sparten Information und Kultur die Kommissionen überzeugen. Ähnlich wie Harald Schmidt könnte auch Regisseur Marcus Vetter seinen vierten "Grimme" erringen. Diesmal kandidiert er mit der Beschreibung der argentinischen Wirtschaftskrise "Menschen und Straßen: Straße der Betrogenen" (SWR/Arte). Schön fand die Kommission mit Blick auf die Spezial-Preise, wie Harald Schmidt am 4. Dezember mit "selbstironischer Distanzierung" auf den neuen Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski reagiert habe. Damit habe Schmidt einen tollen Abschied gegeben.

Ganz und gar nicht für nominierungswürdig hält das Grimme Institut im Ausblick auf die 41. Verleihung die RTL-Dschungel-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". "Das ist für mich fast so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Dschungel-Show beim Grimme Preis keine Chance hat. Wir sind für ordentliches und gutes Fernsehen", betonte Gäbler. (APA/dpa)

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