Wiener Städtische will mehr Börsenpräsenz

29. Jänner 2004, 18:57
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Stammaktien im Jahr 2005 oder 2006 - Umwandlung der Vorzüge und Kapitalerhöhung überlegt

Wien - Die Wiener Städtische Versicherung will ihre Präsenz an der Wiener Börse deutlich verstärken. Im Jahr 2005 oder 2006 will die derzeit mit Vorzugsaktien im Standard Market notierte Assekuranz auch mit Stammaktien vertreten sein. Überlegt werde dabei eine Kapitalerhöhung und eine Umwandlung der Vorzugsaktien. Zum Zeithorizont sagte Städtische-General Günter Geyer am Donnerstag bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen, es werde wohl "eher 2006" sein. Rund 20 bis 25 Prozent des Grundkapitals sollen dann in Streubesitz sein.

Aktiensplit bei Vorzügen bereits heuer

Bereits heuer über die Bühne gehen soll ein Aktiensplit bei den Vorzügen. Ein entsprechender Vorschlag werde der Hauptversammlung gemacht. Die Aktie sei zu schwer, so Geyer. Das Verhältnis könnte bei 1:7 liegen. Der Wert der Aktien werde dann bei 17 bis 18 Euro liegen.

Das Grundkapital der Wiener Städtischen liegt derzeit bei 90 Mio. Euro. Rund 10 Prozent sind via Vorzugsaktien in Streubesitz. Hauptaktionär und alleiniger Inhaber der Stammaktien ist die Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt-Vermögensverwaltung. Als Wert der Wiener Städtischen halten Finanzkreise bis zu 4 Mrd. Euro für möglich, die Kapitalerhöhung könnte sich somit auf bis zu 400 Mio. Euro belaufen.

Stammaktion vom Hauptaktionär

Ein Teil der Stammaktien könnte auch vom Hauptaktionär abgegeben werden. Allerdings hofft die Städtische dabei noch auf ein Entgegenkommen des Finanzministers, damit der Hauptaktionär bei der Realisierung von Gewinnen nicht mit dem vollen KöSt-Satz belastet wird. Mit der Senkung des KöSt-Satzes von 34 auf 25 Prozent Anfang 2005, was der Städtischen rund 5 Mio. Euro bringen werde, sei dies aber bereits leichter geworden, so Geyer. Die Realisierung von Gewinnen im Zuge eines Börseganges sollte aber mit einem reduzierten KöSt-Satz möglich sein, in Deutschland beispielsweise liege er bei 0 Prozent.

Die geplante wechselseitige Verschränkung von Wiener Städtischer und deutscher HUK-Coburg im Ausmaß von jeweils rund 5 Prozent soll im 2. Halbjahr 2004 finalisiert werden. (APA)

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