Garmisch: Fritz Strobl im Training voran

30. Jänner 2004, 10:00
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Fast eine Sekunde vor Fischnaller, Josef Strobl Dritter - Raich verzichtet auf Abfahrtsstart - Lasse Kjus musste Training abbrechen

Garmisch-Partenkirchen - Fritz Strobl hat am Donnerstag das Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen klar dominiert. Der Kärntner distanzierte den zweitplatzierten Südtiroler Roland Fischnaller (0,99 Sek. zurück) und Josef Strobl (1,04) klar. Schladming-Slalom-Sieger Benjamin Raich debütierte auf der Kandahar-Strecke und kam mit 6,21 Sekunden Rückstand auf Platz 43. Der Norweger Lasse Kjus, hinter Raich die Nummer zwei der Weltcup-Gesamtwertung, musste seinen Trainingslauf wegen Knieproblemen abbrechen.

Raich verzichtet auf Abfahrts-Start

Raich wird die zwei Weltcup-Abfahrtsläufe in Garmisch am Freitag und Samstag nicht bestreiten. Der Weltcup-Spitzenreiter entschied nach Rücksprache mit der ÖSV-Teamführung, dass er nur den Super G am Sonntag fahren wird. "Das Abfahrtstraining habe ich vor allem für den Super G bestritten. Mir ist es lieber, drei Mal ordentlich zu punkten als fünf Mal nur halb", sagte der Pitztaler.

Eberharter: "Mehr Kampf als Skifahren"

Der 31-jährige Strobl war im Ziel sehr zufrieden: "Scheinbar habe ich die Linie besser erwischt als alle anderen. Während der Fahrt hatte ich oben kein gutes Gefühl, im Mittelteil kam ich mir ganz langsam vor." Vorjahrssieger Stephan Eberharter, der mit einem Rückstand von 3,14 Sekunden auf Platz 21 kam, äußerte sich hingegen ein wenig kritisch zur Streckenführung. "Sie haben einige Passagen umgesteckt, da hätte man es ruhig etwas gehen lassen können. Generell ist es heuer nicht so schwer, die Piste ist nicht so extrem eisig wie in den Vorjahren." Mit seiner Fahrt war der Kitz-Sieger, der zwei Tage entspannte und am Mittwoch im Zillertal Tiefschnee-Fahren war, nicht zufrieden: "Mehr Kampf als Skifahren, ich muss das im Video noch einmal durchgehen."

Maier: "Fast familiär"

Hermann Maier, der mit 1,88 Sekunden Rückstand auf Rang sieben klassiert wurde, sieht sich auf der Garmischer Abfahrt als "Jungspund". Der Salzburger hat erst zwei Abfahrtsrennen auf der Kandahar-Strecke bestritten. Einem Sieg im Jahr 2000 steht eine Schrecksekunde 2001 entgegen. "Damals löste sich auf der wohl gefährlichsten Strecke die Bindung vom Ski", erinnerte sich der Herminator. Trotzdem kommt Maier immer wieder gern ins Werdenfelser Land. "Der Rummel ist hier viel geringer, es ist ruhiger, gemütlicher, fast familiär." (APA)

Ergebnisse vom Weltcup-Abfahrtstraining der Herren in Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag:

  1. Fritz Strobl (AUT)        2:01,48 
  2. Roland Fischnaller (ITA)   + 0,99 
  3. Josef Strobl (AUT)           1,04 
  4. Bjarne Solbakken (NOR)       1,16
  5. Didier Cuche (SUI)           1,45
  6. Kristian Ghedina (ITA)       1,79
  7. Hermann Maier (AUT)          1,88 
  8. Klaus Kröll (AUT)            1,91 
 9. Hannes Trinkl (AUT)          2,12 
 10. Bruno Kernen (SUI)           2,23
     weiters:
 11. Michael Walchhofer (AUT)     2,25
 13. Hans Knauß (AUT)             2,57
 18. Peter Rzehak (AUT)           2,80
 20. Christoph Gruber (AUT)       3,13
 21. Stephan Eberharter (AUT)     3,14
 22. Andreas Schifferer (AUT)     3,16
 34. Johann Grugger (AUT)         5,05
 43. Benjamin Raich (AUT)         6,21
  • Fritz Strobl flott unterwegs.

    Fritz Strobl flott unterwegs.

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