"Rechtsextremes Gedankengut"

29. Jänner 2004, 17:13
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Grüne fordern Ende der Subventionen für "Haus der Heimat"

Wien – Als Reaktion auf einen Bericht im STANDARD forderte die Gemeinderätin der Wiener Grünen, Cecile Cordon, am Mittwoch ein Ende der Subventionen für das "Haus der Heimat". Solange dieses Vereinen wie dem "Neuen Klub", der die Pflege des deutschen Volkstums zum Ziel hat, gestatte, in den Räumlichkeiten "eindeutig rechtsextremes Gedankengut" zu verbreiten, müsse die Stadt Wien die Subventionen von "immerhin 650.000 Euro pro Jahr" aussetzen.

Bei einer Veranstaltung des "Neuen Klubs" Montagabend im "Haus der Heimat" war es zu äußerst fragwürdigen Äußerungen unter anderem über Israel im Allgemeinen und Juden im Speziellen gekommen.

Stark subventioniert

Trotz anhaltender Kritik stellt der Vorsitzende der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) und Hausherr Rudolf Reimann dem "Neuen Klub" immer wieder die Räumlichkeiten für Vorträge und Diskussionen zur Verfügung. Für die Errichtung des "Hauses der Heimat", das 1996 eröffnet wurde, schoss die Regierung 1995 dem VLÖ 726.728 Euro (zehn Millionen Schilling) an Förderungen zu. Finanziert wird das "Haus der Heimat", das insgesamt acht Landsmannschaften beherbergt, seit 2002 durch einen Fonds aus öffentlichen Mitteln.

Wie der "Förderungsbericht 2002 der Bundesregierung" ausweist, erhielt der "Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften" eine einmalige Förderung von vier Millionen Euro zum "Betrieb des Begegnungszentrums Haus der Heimat". Dieser Fonds wurde im selben Jahr durch 3,25 Millionen Euro der Bundesländer und der Stadt Wien auf insgesamt 7,25 Millionen Euro aufgestockt. (pmd/DER STANDARD, Printausgabe, 29.1.2004)

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