Kinder werden nur angehört

29. Jänner 2004, 20:55
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Wünsche der Kinder werden ignoriert - Gesetze lassen keine Spielräume zu

Mit über 22.000 von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen Minderjährigen pro Jahr liegt Österreich im EU-Durchschnitt. In Konfliktfällen sind die Pflegschaftsgerichte angehalten, Entscheidungen im Sinn des "Kindeswohls" zu treffen. Dabei sind Minderjährige unter 14 von den Richtern "tunlichst zu hören"; bei Unterzehnjährigen kann, so sie sich überfordert zeigen, der Jugendwohlfahrtsträger allein Entscheidungen fällen.

Während Kids über 14 Jahren voll verfahrensfähig sind: Sie entscheiden, bei welchem Elternteil sie leben wollen. Die Gerichte entscheiden sonst meist für die Mutter. (bri, DER STANDARD Printausgabe 29.1.2004)

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