Druck auf Cox wird größer

30. Jänner 2004, 15:56
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Charterflug-Affäre: Präsident des Europäischen Parlaments muss auch Verdacht abwenden, Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben

Hamburg - Der Präsident des Europäischen Parlaments, Pat Cox, gerät wegen seiner Charterflug-Affäre unter wachsenden Druck. Wie die Hamburger Illustrierte "stern" in ihrer neuen Ausgabe berichtet, muss sich der irische Politiker jetzt auch des Verdachts erwehren, die Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben.

Airtaxis angeblich auch zu weitaus simpleren Flügen genutzt

Anders als vom Parlamentspräsidenten bisher suggeriert, führte nur ein kleiner Teil der umstrittenen Charterflüge - nur drei der insgesamt zehn Reisen - von seinem Heimatort im südirischen Cork zu Zielen in Osteuropa. Zugleich benutzte der Liberalen-Politiker die Airtaxis nach Informationen des "stern" auch für weitaus simplere Trips zwischen Irland, Belgien und Deutschland. Ein Flug ging vom irischen Shannon (wo Cox Wahlkreistermine hatte) nach Brüssel, ein anderer von Frankfurt ins irische Waterford. Cox' Sprecher begründet diese Flüge mit Terminzwängen.

Bisher hatte der Parlamentspräsident argumentiert, ohne Charterflüge wäre es für ihn nicht möglich gewesen, von Cork nach Osteuropa zu gelangen. Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber kritisierte das Verhalten des Parlamentspräsidenten gegenüber dem "stern" als "absolut instinktlos". (APA)

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    Der irische Politiker Pat Cox muss sich jetzt auch des Verdachts erwehren, die Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben.

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