Bei Fieber zu Hause bleiben, rät die Ärztin

30. Jänner 2004, 19:48
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In der Rekonvaleszenz dann hilft frische Luft - Mit Grafik

Im Grunde sei jeder Mensch für sich selber verantwortlich, betont die praktische Ärztin Regina Philipp. Im diesem Sinne könne sie schniefenden, hustenden Patienten das Zuhausebleiben nur "empfehlen" - wenn auch in Fällen mit Fieber "besonders dringend".

Bei Fieber nämlich - einem Zeichen, dass sich der Körper stark gegen den Erreger wehren müsse - sei "die Gefahr von Sekundärinfektionen" besonders hoch: "Lungenentzündung, Harnweginfekte, Hirnhautentzündung", zählt die Doktorin auf.

Mit Fieber im Bett bleiben

Ihr Rat also, wie schon von alters her: "Mit Fieber sollte man im Bett bleiben." Wenn das, wie derzeit oft, aus beruflichen Gründen nicht gehe, so sei sie dafür, "früher als in anderen Fällen Antibiotika zu verschreiben", um Sekundäreffekte im Keim zu ersticken.

Nicht nötig - so Philipp - sei es hingegen, sich an eine weitere althergebrachte Regel zu halten: "Dass man erst drei Tage fieberfrei sein sollte, bevor man die Wohnung verlässt, ist nach dem heutigen Wissensstand unrichtig." Vielmehr sei "frische Luft während der Rekonvaleszenz gesund".

Influenza ernst nehmen

Auf alle Fälle zu Hause und in der Waagrechten verharren sollten jedoch Personen, die von der echten Virusgrippe heimgesucht werden. Diese allein in Wien derzeit über 15.000 Menschen ans Bett fesselnde, mit Gliederschmerzen und - in vielen Fällen über- fallsartig auftretendem - hohem Fieber einhergehende Erkrankung sei "sehr ernst zu nehmen". Zumal die diesjährige Grippeimpfung gegen den um sich greifenden Influenzastamm H3N2 Fujian nur partiell schützt. (bri/DER STANDARD; Printausgabe, 28.1.2004)

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