Mopedfahren ab 15 verdoppelt die Unfallzahl

28. Jänner 2004, 09:54
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Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert Mindestalter von 16 Jahren

"Insgesamt fordern wir: Moped ab 15 muss weg", sagt Armin Kaltenegger, Leiter der Rechtsabteilung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, angesichts hoher Unfallzahlen der jungen Verkehrsteilnehmer. Jugendliche, die ein Moped lenken, tragen ein sechs bis zehn Mal höheres Risiko als Autofahrer. Weil seit 2002 fast alle 15-Jährigen ein Moped lenken dürfen, verdoppelte sich die Unfallzahl, so Kaltenegger. Seine Forderung decke sich auch mit einer Richtlinie der Europäischen Kommission, die das Mindestalter mit 16 Jahren ansetzt.

Generell ist der häufigste Unfalltyp bei 15- bis 24-Jährigen der "Alleinunfall" mit dem Pkw. Mehr als 50 Prozent der Teens und Twens verunglücken auf einer verkehrsarmen Straße ohne Unfallgegner. Nur eine "Mehrphasen-Ausbildung" könne da Abhilfe schaffen, wie es etwa schon in Finnland der Fall ist. "Es gibt einen besseren Lehrer als das Leben", meint Kaltenegger. Wie berichtet verunglücken im Europavergleich in Österreich besonders viele Jugendliche auf den Straßen. (lev/DER STANDARD; Printausgabe, 28.1.2004)

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