Sharon schlägt Räumung mehrerer Siedlungen vor

28. Jänner 2004, 17:22
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Siedler weisen Vorschlag zurück

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat die Aufgabe von sieben jüdischen Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen vorgeschlagen. Es ist die bisher konkreteste Aussage nach seiner wiederholten Ankündigung, im Nahost-Konflikt möglicherweise einseitige Schritte zu unternehmen. Im Gegenzug habe der Regierungschef zugesagt, bis zu einem endgültigen Friedensvertrag mit den Palästinensern keine weiteren Siedlungen aufzugeben, berichtete der israelische Rundfunk am Dienstag.

Der Vizevorsitzende des Siedlerrats, Shaul Goldstein, erklärte, das Gremium habe Sharons Vorschlag zurückgewiesen. Dem Radiobericht zufolge handelte es sich um relativ kleine und isoliert liegende Siedlungen, vier im Westjordanland und drei im Gazastreifen. Sharon hat bereits mehrfach einseitige Schritte angedroht, sollten die Friedensbemühungen weiterhin erfolglos bleiben. (APA/AP/dpa)

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