Nummer zwei der Verlagsgruppe News pausiert

28. Jänner 2004, 17:33
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Conny Absenger, langjährige Wegbegleiterin der Brüder Fellner, bildet sich ab Herbst 2004 in den USA fort - Ihr Vertrag wurde bis 2006 verlänger

Conny Absenger zieht sich nach Informationen des STANDARD aus der Werbebranche für ein "Sabbatical" aus der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News zurück. Geplant ist offenbar wie schon 1995 ein Studienaufenthalt im Ausland, voraussichtlich in den USA. Absenger ist im Management der Verlagsgruppe News Nummer zwei nach dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Rudi Klausnitzer.

War Mitglied des Projektteams für News

Absenger war schon Mitglied des Projektteams für News, das die Brüder Fellner im Oktober 1992 starteten. Zuvor arbeitete sie für den Verlag von RennbahnExpress (heute: Xpress) und Basta, den Wolfgang und Helmuth Fellner Anfang der Neunzigerjahre dem Kurier-Konzern verkauften. Durch die Fusion mit dessen Magazingruppe 2001 kam auch der Xpress wieder in ihren Einflussbereich.

Engste Vertraute von Helmuth Fellner

Absenger gilt als engste Vertraute von Helmuth Fellner, der sich bereits seit längerem aus dem operativen Geschäft als Manager der Verlagsgruppe News zurückgezogen hat. Sein Bruder Wolfgang war bis Jahreswechsel Herausgeber vieler Titel des Konzerns und firmiert im Impressum nun nur noch als "Gründer". Familienstiftungen der beiden halten noch 17,5 Prozent.

Die Managerin war zu Redaktionsschluss am Dienstagnachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Im Konzernmanagement ist Absenger für profil und News zuständig. Sie war schon 1995 einige Monate in Harvard.

Haslauers Abgang

Vor kurzem bestätigte Ursula Haslauer STANDARD-Informationen über Haslauers Abgang. Sie verantwortet in der Gruppe trend und Format, die künftig Helmut Hanusch neben Woman und Spezialtiteln mit betreuen soll.

Pläne für eine Tageszeitung

Den Brüdern Fellner werden Pläne für eine Tageszeitung nachgesagt. Bei den Österreichischen Medientagen sinnierte Wolfgang Fellner vergangenen Oktober über die Zukunft der Tageszeitung als "tägliches Magazin", das zudem eng mit dem Internet "zusammenwachsen" werde. Im STANDARD-Interview wollte er im Sommer 2003 ein Zeitungsprojekt nicht ausschließen. Im Herbst bestätigte die an Krone und Kurier beteiligte WAZ Gespräche mit Fellner.

Vor der Gründung von News waren die Brüder mehrere Monate zu Studienzwecken bei US-Verlagen. (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 28.1.2004)

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