27. Jänner 2004, 11:58
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Wiener Frauenarmutsbericht gefordert Vana: 600.000 Frauen akut von Armut betroffen

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200.000 Frauen sind nach Angaben der Armutskonferenz in Österreich akut von Armut betroffen, 600.000 leben an der Armutsgrenze, Tendenz stark steigend. Wie viele Frauen in Wien zu den Betroffenen zählen, bleibt weiterhin im Dunklen. Dank SPÖ. Denn Frauenstadträtin Renate Brauner weigert sich, einen Wiener Frauenarmutsbericht erstellen zu lassen.

Obwohl das Armutsrisiko von Frauen doppelt so hoch ist wie jenes von Männern und auch in Wien die Zahl der Sozialhilfeempfängerinnen und der „Working Poor“ (arm trotz Arbeit) steigt, gibt es keine systematische Erfassung der Daten zu Frauenarmut seitens der Stadt Wien. Nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf", tabuisiert eine der reichsten Städte in der EU die prekäre Lage von Frauen.

"Die Zeit der Berichte ist vorbei", meinte Frauenstadträtin Renate Brauner unlängst im Gemeinderat und lehnte die Anträge der Grünen zur Erstellung eines Frauenarmutsberichts ab. Unverständlich, zumal sich die Stadt Wien zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in allen Ressorts und Politikbereichen verpflichtet hat. Aber offensichtlich fällt Frauenarmut nicht in diese Kategorie. Wir bedauern.

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