Entschädigung für Wurst-Opfer beschlossen

28. Jänner 2004, 20:10
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Einigung zwischen Land, Kabeg und Anwalt

Für die Missbrauchsopfer des Kärntner Kinderarztes Franz Wurst wird es eine Entschädigung geben: Die Landesregierung hat am Dienstag einstimmig beschlossen, für jene Personen den Schadenersatz zu übernehmen, die nicht in den Genuss einer Versicherungsleistung kommen. Die Krankenanstalten Betriebs GmbH (Kabeg) und der Anwalt der Opfer hatten sich zuvor auf einen Vergleich geeinigt.

Finanzierung noch nicht geklärt

Der Antrag, den Spitalsreferent Peter Ambrozy (SP) in den Landtag eingebracht hatte, sieht vor, dass auch jene der insgesamt 38 Opfer in den Genuss einer Entschädigung kommen, welche damals nicht Patienten des LKH Klagenfurt gewesen waren. "In Summe geht es um 608.349 Euro", so Ambrozy. Die Frage der Finanzierung müsse allerdings noch geklärt werden, weil es derzeit kein Landesbudget gebe, betonte Ambrozy.

Der 83-jährige Franz Wurst ist im November 2003 wegen Bestimmung zum Mord an seiner Gattin Hilde sowie des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen rechtskräftig zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. Wurst sitzt derzeit seine Strafe in der Justizanstalt Stein ab. (APA/DER STANDARD; Printausgabe, 28.1.2004)

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