Italien: Nachfrage nach künstlicher Befruchtung sinkt

27. Jänner 2004, 11:36
1 Posting

ItalienerInnen stellen in den Nachbarländern Anträge - Ursache ist strengeres Gesetz

Rom - Ein geplantes strengeres Gesetz zur künstlichen Fortpflanzung hat den Andrang unfruchtbarer Paare zur reproduktionsmedizinischen Behandlung in Italien deutlich zurückgehen lassen. Wie die medizinische Wochenbeilage der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, verzeichneten die rund 200 Befruchtungs-Zentren des Landes in den vergangenen Wochen einen Rückgang der Anfragen um 25 Prozent, berichtete "Kathpress" am Dienstag.

Gleichzeitig berichteten Spezialkliniken in den Nachbarländern Slowenien und Schweiz über eine deutliche Zunahme von Anträgen aus Italien.

Drei Embryonen pro Behandlungszyklus

Gemäß dem neuen Gesetz, das im Dezember den italienischen Senat passiert hat, dürfen für eine künstliche Befruchtung nur noch drei Embryonen pro Behandlungszyklus erzeugt werden, die heterogene In-Vitro-Fertilisation ist verboten. Bislang gab es in Italien keine Beschränkungen dieser Art.

Im Jahr 2000 kamen in Italien bei rund 16.000 gemeldeten Behandlungszyklen mit verschiedenen In-Vitro-Techniken 3.500 Schwangerschaften zu Stande. In italienischen Labors lagern rund 25.000 "überzählige" Embryonen, die bei derartigen Behandlungsversuchen entstanden sind. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine menschliche Eizelle, angesaugt durch eine gläsene Pipette, die im Reagenzglas befruchtet werden soll.

Share if you care.