"Keine leichte Art, Geld zu verdienen"

27. Jänner 2004, 11:19
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Der Job des Müllmanns ist hart und gut bezahlt, erfordert aber Routine, erklärt Susanne Fallmann von der MA 48

STANDARD: Wen spricht es an, den Sommer als Müllmann zu verbringen?

 

Fallmann: Scheinbar viele. Um einen Ferienjob bei der MA 48 zu bekommen, meldet man sich am Besten schon vor seiner Geburt an, so überlaufen sind wir diesbezüglich.

STANDARD:
Was ist so interessant an dem Beruf?

 

Fallmann: Das beginnt schon im Kindesalter, dass Fahrzeuge mit technischer Ausrüstung spannend sind. Damit wird man groß. Als Pluspunkt kommt noch hinzu, dass die Arbeit im Freien stattfindet, viele spricht das sehr an - trotz Wind und Wetter. Und die Arbeit wird sehr gut bezahlt

STANDARD: A
lso geht es darum, schnell viel Geld zu verdienen?

 

Fallmann: Sicher geht es ums Geldverdienen, aber es ist sicher keine leichte Art, denn Müllmann ist ein harter Job. Nach den ersten Tagen auf dem Müllauto sind Praktikanten meist regelrecht kaputt. Die Müllcontainer kann man nicht immer rollen, oft müssen sie auch gehoben werden, um sie erst zum Auto zu bekommen. Bei manchen Routen müssen die Container sogar vom Keller hinaufgetragen werden. Dauerhafte Mitarbeiter sind trainiert und haben ihre Tricks, aber für Praktikanten ist das körperlich unheimlich anstrengend.

(DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2004)

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