"Zu wenig Soziales in der Schule"

27. Jänner 2004, 11:16
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Was Soziales anbelangt, haben Schüler Aufholbedarf, sagt Erika Delarich von der Caritas zu Isabella Hager

STANDARD: Wer ist geeignet für einen sozialen Sommerjob?

 

 

Delarich: Jeder ab 16, der es sich zutraut. Warmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit gehören aber auch dazu, wenn man in den sozialen Bereich hineinschnuppern will.

 

STANDARD: Welche Möglichkeiten gibt es bei der Caritas?

 

Delarich: Es gibt bei uns Praktika und Jobs in Seniorenhäusern, Behinderten-, Flüchtlings- und auch Obdachlosenheimen. Letzteres allerdings erst ab 22, da das Einsatzfeld hier etwas schwieriger ist.

 

STANDARD: Kann man die unterschiedlichen Belastungen in den diversen Einrichtungen überhaupt miteinander vergleichen?

 

Delarich: Nein. Jeder Bereich ist anspruchsvoll. Es hängt sehr vom Praktikanten ab, wie viel er sich auch allein mit den Klienten beschäftigt. Beim Einführungsgespräch wird auch auf Reife und Belastbarkeit des Praktikanten geachtet.

 

STANDARD: Der Reiz eines Praktikums bei der Caritas liegt im Erfahrungswert?

 

Delarich: Auf jeden Fall. Viele wollen auch die Ferien sinnvoll verbringen oder haben einfach Lust, etwas soziales zu machen. Soziale Tätigkeiten, das Umgehen mit Menschen in Not kommt in den meisten Schulen nämlich viel zu kurz.

(DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2004

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