"Invisible" Aufregung

6. Juli 2004, 18:51
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Bericht des Werberates 2003: Zahl der Beschwerden rückläufig - "Palmers Invisible" ist die meistkritisierte Kampagne

Der österreichische Werberat (ÖWR) hat am Dienstag eine positive Bilanz für das Jahr 2003 gezogen. Mit 98 Beschwerden seien rund ein Drittel weniger Beanstandungen eingegangen als im Jahr zuvor (153). 2001 waren 248 Beschwerden verzeichnet worden. Einen "Aufreger" hat es im Vorjahr nicht gegeben: Beschwerden gab zu insgesamt 61 Kampagnen gegenüber 28 im Jahr 2002, "meistens wurden nur ein bis zwei Beschwerden pro Kampagne eingebracht".

Keine "Massenbeschwerden"

In den Jahren zuvor hatten eine Joghurt-Kampagne von NÖM (2002) sowie eine Fonds-Werbung der Erste Bank die Gemüter hochgehen lassen. 2003 habe es keine "Massenbeschwerden" gegeben, so ÖWR-Präsident Heinrich Schuster. Die meisten Beschwerden, nämlich 20, gab es zu einem TV-Spot für die Palmers-"Invisible"-Linie, gefolgt vom Radiospot zum "Europatag" (sechs Beschwerden) sowie einem Prospekt der Spielwarenfirma Toys'R'Us (vier).

Kampagnen-Stopp

Für sechs der 98 Beschwerden befand sich der ÖWR als nicht zuständig. Von den übrigen Beschwerden wurden die Auftraggeber in sechs Fällen zum Stopp der Kampagne aufgefordert. Dazu gehörte die Beilage "Sex Dreams" im "Korrekt Kleinanzeiger", ein Print-Inserat von IWC/Schaffhausen, den Construct Data Fair Guide, Astro Horoskop, Europaversand Müller und die Erlagscheinwerbung für das öffentliche Gewerbe- und Handelsregister. Schuster hielt fest, "dass die österreichische Werbewirtschaft - wie auch in den Jahren zuvor - sehr kooperativ agiert". Den Empfehlungen des ÖWR werde "durchaus Folge geleistet".

Frauendiskriminierung

Die Mehrzahl der Beschwerden betrafen die Bereiche Frauendiskriminierung (24). Weitere Kritikpunkte: sexistische Darstellung (21), Irreführung von Konsumenten (neun), Diskriminierung (8), Gefährdung von Kindern (acht) und Erniedrigung von Menschen (sieben). (APA)

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    foto: lowe ggk
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