Sallmutter kritisiert Hampel

27. Jänner 2004, 19:15
2 Postings

GPA-chef: "Rücksichtslose Politik auf Kosten der Beschäftigten" - Mit Hampel "offenbar der richtige Mann gefunden, der rücksichtslos die HVB-Direktiven umsetzt"

Wien - Mit schweren Geschützen fährt der Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, gegen den frisch gekürten Generaldirektor der börsenotierten Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Erich Hampel, sowie BA-CA-Aufsichtsratsboss Gerhard Randa auf.

Sallmutter sprach am Dienstag von einer "rücksichtslosen Politik auf Kosten der Beschäftigten". Die Gewerkschaft stehe voll hinter dem Betriebsrat der BA-CA.

"Von langer Hand geplante dienstrechtliche Verschlechterungen"

"Offenbar steht die Ablöse von BA-CA-Generaldirektor Samstag mit von langer Hand geplanten dienstrechtlichen Verschlechterungen und dem Abbau von MitarbeiterInnen in der Bank Austria Creditanstalt in Zusammenhang", wird Sallmutter in einer Aussendung der GPA zitiert.

Nur so könne man die gestrige Ankündigung des neuen Generaldirektors Hampel deuten. "Offenbar wurde mit ihm der richtige Mann gefunden, der rücksichtslos die Direktiven der Konzernzentrale HVB umsetzt."

Wenn ein neuer Generaldirektor seinen Einstand mit der Ankündigung von Verschlechterungen für die Mitarbeiter feiere, die für den Erfolg eines Unternehmens letztlich verantwortlich seien, "so ist das ein denkbar schlechter Einstand", kritisiert der GPA-Chef.

Rekordgewinne

Es sei, so Sallmutter weiter, ein "nahezu absurdes Vorgehen, dass in einer Bank, die jedes Jahr Rekordgewinne macht und innerhalb des Gesamtkonzerns (HVB, Anm.) die besten Ergebnisse liefert, der Druck auf die Beschäftigten jeden Tag weiter erhöht wird".

Für "äußerst fragwürdig" hält der GPA-Chef auch das Vorgehen von Aufsichtsratschef Gerhard Randa. Sallmutter: "Seit er innerhalb der HVB eine neue Rolle einnimmt, stellt er seine Karriereinteressen über jene der Zukunft der Bank Austria Creditanstalt und somit Österreichs.

"Rücksichtslose Politik auf Kosten der Beschäftigten"

Um die Performance der deutschen Konzernmutter zu verbessern, wird eine rücksichtslose Politik auf Kosten der Beschäftigten und letztendlich der Qualität der Dienstleistungen der Bank Austria Creditanstalt betrieben."

Es sei "überhaupt an der Zeit, die Sinnhaftigkeit des Verkaufs der BA-CA an die HVB kritisch zu hinterfragen. Ernsthaft sei auch die Frage zu stellen, "ob Randa in dieser Position noch der richtige Mann ist", fügte Sallmutter hinzu. (APA)

Share if you care.