Eine Pflanze als Minensuchgerät

30. Jänner 2004, 14:07
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Genmanipulierte Acker-Schmalwand verfärbt sich, wenn sie über Sprengstoff-Bestandteilen wurzelt

Kopenhagen - Dänische Forscher haben eine Pflanze entwickelt, die beim Aufspüren von Landminen helfen kann. Die gentechnisch veränderte Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wechselt ihre Farbe binnen drei bis fünf Wochen von Grün auf Rot, wenn ihre Wurzeln auf Stickstoffdioxid stoßen, einem Bestandteil von Sprengstoff, wie die Biotechnologiefirma Aresa in Kopenhagen am Sonntag mitteilte.

Die Firma habe fast drei Jahre lang an der Genmanipulation der Pflanze gearbeitet. Mit der Entdeckung könnte die Zahl der Unfallopfer von Landminen verringert werden. Das dänische Rote Kreuz nannte die Entdeckung "revolutionär".

Tests für den Ernstfall

Aresa-Chef Simon Östergard sagte, er hoffe, die Pflanze könne nun bei der Suche nach Landminen eingesetzt werden, vor allem auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Zunächst müsse sie auf begrenzten Flächen getestet werden. Das soll in Bosnien, Sri Lanka und in Afrika geschehen.

Schätzungen zufolge liegen in 75 Ländern der Erde rund 100 Millionen Landminen versteckt. Sie zu finden und zu entfernen, ist eine schwierige und extrem gefährliche Aufgabe.(APA)

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