US-Spionage-Computer im digitalen Nirwana

30. Jänner 2000, 19:41

US-Abhörbehörde NSA: Datenmenge überlastete Computer

Washington - Eine zu große Datenmenge hat nach offiziellen Angaben in der vergangenen Woche die Computersysteme der US-Abhörbehörde NSA überwältigt. Dies sagte NSA-Direktor Michael Hayden am Samstag dem Fernsehsender ABC. Die NSA teilte mit, am Montag, dem 24. Januar, sei in dem Hauptquartier der Behörde in Fort Meade ein "ernstes Computerproblem" aufgetreten. Der Ausfall habe 72 Stunden angedauert und die Verarbeitung von Geheimdienst- Informationen beeinträchtigt. Zahlreiche Techniker hätten die Anlage für 1,5 Millionen Dollar (rund drei Millionen Mark) repariert. Es seien vermutlich keine bedeutenden Informationen verloren gegangen.

Hayden sagte ABC zufolge, die Störung sie nicht auf das Jahr-2000-Problem (Y2K) zurückzuführen. Y2K ist bei Computern aufgetreten, die ihre Datumsangabe am 31. Dezember 1999 um Mitternacht nicht korrekt auf den 1. Januar 2000 umgestellt haben. Die National Security Agency (NSA) überwacht unter anderem Telefongespräche außerhalb der USA. Ihre Arbeitsabläufe sind geheim. (Reuters)

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