Salzburg: Demos zu "30 Jahre Fristenregelung"

26. Jänner 2004, 14:09
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"Jugend für das Leben" organsierte Lichterkette - GegendemonstrantInnen betonten: "Abtreibung ist Frauenrecht"

Salzburg - Mit einer Pro- und Kontra-Kundgebung gedachte man in Salzburg des 30. Jahrestages des Nationalratsbeschlusses zur Einführung der Fristenregelung. 150 Menschen bildeten Samstag Abend eine Lichterkette, 40 hielten eine Gegendemonstration am Alten Markt in Salzburg ab.

Die von der Jugend für das Leben organisierte Veranstaltung soll jenen Menschen eine Stimme verleihen, die nach ihrer Definition seit der Einführung der Fristenregelung keine gesetzlichen Schutz mehr erfahren. "Menschenrechte, auch für Ungeborene" wurde auf einem Transparent gefordert. Die Gruppe versuchte, den Rosenkranz zu beten, doch war sie auf Grund der Musik der GegendemonstrantInnen kaum zu verstehen.

Markige Demosprüche

"Wir brauchen keine Religion, wir verwenden das Kondom", "Abtreibung ist Frauenrecht" "Bei Pro Live da wird uns schlecht" und "Hätte Maria abgetrieben, da wärt ihr uns erspart geblieben", so lauteten die Parolen der jungen GegendemonstrantInnen. Ein ungewollt lustiges Intermezzo gab es, als eine Gruppe der "Guggemusik" (Faschingsgilden) mitten durch die Kundgebung spazierte und ungewollt für Heiterkeit sorgte.

Um 19.00 Uhr begann ein Gottesdienst mit dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun in der Franziskanerkirche. Anschließend stand eine Agape in den Räumen der katholischen Hochschulgemeinde auf dem Programm. (APA)

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