Steifes Getanze in der Hofburg

30. Jänner 2004, 13:24
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... weniger des förmlichen Ambientes als der Tänzer wegen allerdings: Robot-Fußballmannschaft tritt zum Walzer an

Wien - In Wien wiegen sich in der Ballsaison selbst blecherne Gesellen im Dreivierteltakt. Die Roboter-Fußballer der Technischen Universität (TU) Wien haben ein neues Betätigungsfeld gefunden: Die 13,55 mal 10,16 Zentimeter langen Würfel eröffnen am Donnerstag (29. Jänner) mit dem Jungdamen- und Jungherrenkomitee den Ball der Technik in der Wiener Hofburg - getanzt wird dabei ein Walzer von Schostakowitsch.

Gesteuert werden die kleinen Roboter nicht von Joystick- oder Mausakrobaten: Die High-Tech-Tänzer werden von einem Computer vielmehr autonom "dirigiert". In einer Aussendung skizzierte Univ.-Prof. Peter Kopacek vom Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik an der TU augenzwinkernd seine Vision von Bällen der Zukunft: "Im Jahr 2015 werden zweibeinige Roboter den Ball der Technik eröffnen." Sein Rektor Peter Skalicky wollte dem nicht folgen: "Die werden bei der Damenwahl keine Partner finden."

Die Roboter an der TU Wien haben - abseits der Ballsaison - vor allem mit runden Bällen zu tun: Im Vorjahr errangen sie bei der Roboter-Fußball-WM in Wien zwei zweite Plätze. Die Robo-Fußballer sind ein Anwendungsbeispiel für so genannte "Multi-Agenten-Systeme" (MAS), intelligente Roboter, die kooperativ und koordiniert zusammenarbeiten, um eine Aufgabe gemeinsam zu lösen - in Zukunft etwa das Zusammenbauen eines Autos oder das Aufspüren oder Entschärfen von Minen. Dabei müssen sie aber in der Lage sein, autonom zu agieren, um untereinander kommunizieren zu können.(APA)

Ball der Technik: Wiener Hofburg, 29. Jänner 2004, Eröffnung 21.30 Uhr

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