Systeme an der Uni kurieren

25. Jänner 2004, 21:58
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Österreich hat seine erste Professur für Usability, womit die Forschung von der Benutzbarkeit so genannter Mensch-Maschine-Schnittstellen (zum Beispiel am Handy oder im Internet) auch an den Unis einen höheren Stellenwert bekommen dürfte. Der Lehrstuhl wird in Salzburg eingerichtet, konkret im Zentrum Information and Communcation Technologies & Society ICTS, das im kommenden März im Rahmen der Schwerpunktbildung an den Universitäten eröffnet wird.

Inhaber des Lehrstuhls wird der Villacher Manfred Tscheligi (geboren 1962), der seit 1996 gemeinsam mit Verena Seibert-Giller in Wien auch das größte außeruniversitäre Forschungszentrum zum Thema Usability leitet. Es trägt den Namen Cure, was nicht nur die Abkürzung von Center for Usability Research & Engineering ist, sondern auch als "Heilung" (deutsch für "cure") gelesen werden kann. Bei Cure kuriert man "Systeme", die am Kunden vorbei designt wurden, um sie benutzbar zu machen - schon während des Entwicklungsprozesses, bevor das Handy oder die Website der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wenn Tscheligi keine Benutzbarkeitstests durchführt, geht er laufen oder versucht, sich bei Kunst und Kultur zu entspannen.(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 1. 2004)

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