US-Hubschrauber in Tigris gestürzt

27. Jänner 2004, 21:55
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Beide Piloten und weiterer Soldat vermisst - Auf der Suche nach gekentertem Boot

Mossul - Ein Rettungshubschrauber der US-Armee ist am Sonntagabend in der nordirakischen Stadt Mossul in den Tigris gestürzt. Nach den beiden Piloten des Hubschraubers vom Typ OH-58 Kiowa Warrior werde derzeit noch gesucht, teilte die US-Armee mit. Offenbar handelte es sich um einen Unfall. Ursprünglich hatte es geheißen, es müsse noch geprüft werden, ob der Helikopter beschossen worden sei.

Wie ein ranghoher irakischer Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP sagte, flog der Hubschrauber der 101. US-Luftlandedivision auf sehr niedriger Höhe und geriet dabei in ein über den Tigris gespanntes Seil. Die irakischen zivilen Verteidigungskräfte ziehen entlang dieser Seile unmotorisierte Boote von einer Seite des Flusses zur anderen.

Soldat vermisst

Der Helikopter sei zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Suche nach einem US-Soldaten gewesen, der zuvor nahe der Innenstadt von Mossul von einem Patrouillenboot in den Fluss gestürzt sei. Auch der Soldat wurde weiter vermisst. Beim Kentern des Bootes ertranken den Angaben zufolge zwei irakische Polizisten und ein Übersetzer.

Der Hubschrauber stürzte gegen 16.40 Uhr MEZ in den Tigris, wie der US-Armeesprecher weiter sagte. In dem Boot, das etwa anderthalb Stunden zuvor gekentert war, befanden sich demnach vier US-Soldaten und mehrere irakische Polizisten. Drei GIs seien wohlauf, einer werde noch gesucht. Mossul liegt rund 350 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Bagdad.

Es ist das fünfte Mal seit Jahresbeginn, dass ein US-Hubschrauber in Irak abstürzt. Erst am Freitag waren beim Absturz eines US-Aufklärungshubschraubers im Norden Iraks die beiden US-Soldaten an Bord ums Leben gekommen. (APA)

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