Sogar Neapel friert

27. Jänner 2004, 10:34
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Lage in der Türkei hat sich entspannt

Hamburg - Mit teilweise heftigen Schneefällen und klirrendem Frost hat der Winter auch am Wochenende weite Teile Europas im Griff gehabt. In Italien sorgten Schneefälle zwischen Bologna und Florenz für Verkehrsbehinderungen, in Neapel ließ der Frost Nachtschwärmer zittern. Schneestürme legten in Rumänien vielerorts das öffentliche Leben lahm. In der Türkei entspannte sich die Lage nach den schweren Schneestürmen wieder: Allerdings waren nach den Winter-Unwettern mehrere Todesopfer zu beklagen.

130 Unfälle in Deutschland

Auch in Deutschland verschonte der Winter tiefere Lagen nicht: So kam es auf schneeglatten Straßen in Schleswig-Holstein bis zum frühen Sonntag zu mehr als 130 Unfällen. Auch in Nordrhein-Westfalen und Hamburg rief sich der Winter in Erinnerung. Kalt erwischt wurden die Winter erprobten Münchner: Nach einem Unfall auf schneeverstopften Gleisen wurde dort am Sonntag der Straßenbahnverkehr zeitweise eingestellt.

Schneestürme auf den Golan-Höhen

In Israel bescherten Schneestürme dem Skigebiet auf den Golan-Höhen Schnee-Nachwuchs. "Seit dem kalten Winter von 1992 haben wir hier nicht mehr so viel Schnee gesehen", staunte der Leiter der Hermon-Anlage, Menachem Baruch, in der Online-Ausgabe von "Jediot Achronot". Die Schneedecke betrage stellenweise mehr als zwei Meter. Wegen des stürmischen Wetters musste die Anlage allerdings am Wochenende für Besucher gesperrt bleiben.

Lage in der Türkei hat sich entspannt

Nach dem heftigsten Wintereinbruch seit 30 Jahren entspannte sich die Lage in Istanbul in der Türkei am Wochenende wieder. Dort hatten Schneestürme für ein Chaos gesorgt. Die Versorgung mit Strom und Wasser konnte wieder hergestellt werden. Landesweit kamen bei dem Wintereinbruch mehrere Menschen ums Leben. Im asiatischen Teil Istanbuls und in der osttürkischen Provinz Erzurum erfroren zwei Kinder, die auf dem Schulweg in Schneewehen geraten waren.

Rumänische Autofahrer blieben in den Schneemassen stecken

Wie in der Türkei blieben auch in Rumänien Autofahrer mit ihren Fahrzeugen in den Schneemassen stecken. Für einen 55-Jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät: Er erlitt einen Herzanfall, als seine Autoheizung ausfiel. In mehr als 400 Ortschaften Rumäniens brach die Stromversorgung zusammen. Am Schwarzen Meer wurden mehrere Häfen wegen des stärksten Sturms seit mehr als 20 Jahren geschlossen. (APA)

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