Fotos von der "anderen Seite"

23. Jänner 2004, 20:50
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Der Vorwurf, erklärt Tom Platzer, sei nicht neu, gehe aber ins Leere: Mit dem Argument "Sozialpornografie" hätten zahlreiche Galerien seine Fotoserie "Far from heaven" abgelehnt. Der sonst auf "Reich & Schön" (Eigendefinition) spezialisierte Fotograf wollte "auf die andere Seite schauen". Also inszenierte (und bezahlte) er Obdachlose wie echte Models. Großformatig.

"Eine Gratwanderung", meinte TV-Helferin Barbara Stöckl Donnerstagabend, als sie die Bilder im Curhaus zu St. Stephan präsentierte, "aber wichtiger als ein Obdach ist es, Menschen das Gefühl zu geben, wahrgenommen zu werden." Auch deshalb, erklärte Dompfarrer Toni Faber, gewähre er der Serie Obdach. Mit Abstrichen: "Da waren Nacktfotos dabei." Die Fotos sind bis Ende März zu sehen und - zugunsten karitativer Organisationen - zu kaufen.

(DER STANDARD Printausgabe 24/25.1.2004)

  • Präsentation der Fotoserie "Far from Heaven" im Curhaus zu St. Stephan: Fotograph Tom Platzer (rechts) und Dompfarrer Toni Faber (Links)
    foto: thomas rottenberg

    Präsentation der Fotoserie "Far from Heaven" im Curhaus zu St. Stephan: Fotograph Tom Platzer (rechts) und Dompfarrer Toni Faber (Links)

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