Hayatou: Terminänderung nicht drin

27. Jänner 2004, 21:19
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Der Präsident des Afrikanischen Verbandes weist Proteste aus Europa zurück - Fifa-Boss Blatter: Neue Kamerun-Trikots irregulär

Tunis - Der Afrika-Cup wird trotz heftiger Proteste der europäischen Spitzenklubs wegen der Abstellung vieler Top-Spieler auch in Zukunft zu Beginn eines Jahres stattfinden. Issa Hayatou, Präsident des Afrikanischen Fußball-Verbandes (CAF), erklärte, dass die Wetterbedingen keinen anderen Termin zulassen würden.

"In den Monaten April und Mai herrscht bei uns der große Regen und danach ist es zu heiß, um ein solches Turnier zu spielen", sagte Hayatou auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Fifa-Präsident Sepp Blatter im Vorfeld des Turniers in der tunesischen Hauptstadt Tunis. Die Europäer sollten die Entscheidung endlich akzeptieren, forderte Hayatou.

Allein 78 Spieler aus dem französischen Fußball, 29 Akteure aus belgischen Klubs und 23 Spieler aus englischen Mannschaften sind für das dreiwöchige Turnier gemeldet.

Einteiler nicht Regel konform

Wie zu erwarten, hat Blatter bei dieser Gelegenheit die neuen einteiligen Fußball-Trikots von Titelverteidiger Kamerun als irregulär bezeichnet. "Sollte Kamerun in dieser Aufmachung auflaufen, wäre das ein Verstoß gegen die Regeln", meinte der Schweizer. Blatter kündigte an, dass sich der Weltverband (Fifa) noch einmal im Februar ausführlich mit der "Kleiderordnung" auseinandersetzen werde, stellte aber zugleich unmissverständlich fest: "Die Regeln besagen, dass die Kleidung aus kontrastierenden Farben zu bestehen hat. Das ist bei diesen Einteilern nicht der Fall."

Im ersten Gruppenspiel am Sonntag gegen Algerien wird Kamerun nun wohl in konventioneller Spielkleidung auflaufen. Bereits vor der WM-Endrunde 2002 hatte der Olympiasieger mit nicht erlaubten ärmellosen Shirts den Ärger der Fifa auf sich gezogen. (sid)

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    Issa Hayatou

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