Pop-Art aus Österreich

29. Jänner 2004, 12:24
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"with love & respect": Rupertinum-Schau mit Padhi Frieberger, Marcel Houf und Christian Skrein

Salzburg - Das Museum der Moderne - Rupertinum zeigt ab Samstag eine Schau von drei österreichischen Fotografen und Außenseitern der Kunstszene. "with love & respect" heißt die Foto-Ausstellung von Padhi Frieberger, Marcel Houf und Christian Skrein - allesamt Vertreter einer Art österreichischer Pop-Art, wie die Kuratorin der Ausstellung, Margit Zuckriegl, erläuterte. "Gemeinsam ist diesen Fotokünstlern nicht nur die Außenseiterrolle, sondern - vor allem Frieberger und Houf - auch eine die Gesellschaft verweigernde Egozentrik".

Christian Skrein ist Gebrauchsfotograf, der Bedeutung erlangt hat mit seinen Plakaten und durch seine inszenierten Fotos von Stars der österreichischen Kunstszene, darunter Hundertwasser, Rainer, Heller, Fuchs, Attersee oder Hollein. "Skrein hat Aktionen vieler Künstler dokumentiert und zugleich interpretiert und ein eigenständiges künstlerisches Design entwickelt, bei dem der journalistische Blickwinkel eine wichtige Rolle spielt. Daneben hat Skrein immer gesammelt und ist im Besitz einer weltweit bedeutenden Sammlung von anonymen 'Snapshots' von Weltstars des Films", sagte Zuckriegl.

Padhi Frieberger ist laut Zuckriegl der Paradetyp des Außenseiters. "Er ist der Zivilisationsverweigerer per se. Er lebt mehr oder weniger besitzlos, er bezeichnet sich nicht als Fotograf, sondern als Naturapostel. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Frieberger mit der Inszenierung des eigenen Ego, mit Künstlern der österreichischen 60er-Jahre-Szene und mit 'Seelenverwandten' wie Charlie Parker oder Federico Garcia Lorca.

Komplettiert wird das Trio durch Marcel Houf, einen in Tschechien geborenen, lange staatenlosen Österreicher. Auch von ihm gibt es Foto-Porträts bekannter Filmstars, die oft mit anderen bildnerischen Techniken vermischt sind. Houf hat viele seiner Arbeiten im Laufe von persönlichen Krisen zerstört. "Das verbleibenden Werk ist aber mehr als eine zeitgeschichtlich interessante Dokumentation. Es ist lebendiges Zeugnis, das das Anarchische einer Epoche, das Spielerische einer Kultur und das Erschreckende von politischen Ereignissen widerspiegelt", erläuterte die Ausstellungskuratorin.(APA)

"with love & respect" ist im Museum der Moderne bis zum 14. März zu sehen.

Informationen zu dieser Ausstellung unter Tel. 0662 / 8042-2493
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