Gift aus der Meeresschnecke

28. Jänner 2004, 14:28
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... wenn konventionelle Schmerzmittel nicht helfen

Chicago - Das synthetisch hergestellte Gift einer Meeresschnecke wirkt schmerzlindernd bei Krebs- oder Aids-Patienten, die auf konventionelle Schmerzmittel nicht reagieren. Das Präparat Zicotonid, das dem Gift der tropischen Meeresschnecke Conus Magus ähnelt, bringt einer US-Studie zufolge auch solchen Patienten Erleichterung, bei denen etwa Morphium nicht wirkt.

Bei der Behandlung traten zwar Nebenwirkungen wie Schwindel und Verwirrtheit auf. Diese lassen sich jedoch den Forschern zufolge durch eine verbesserte Dosierung eindämmen. Das Medikament könnte nach Angaben der Hersteller in den USA schon innerhalb des kommenden Jahres erhältlich sein. Zuvor hatten Studien bereits ergeben, dass das Schneckengift auch bei anderen Erkrankungen helfen kann, darunter manchen Herzleiden, Schlaganfall oder Beschwerden des zentralen Nervensystems. (APA/AP)

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