Heinz Fiedler will zusätzlichen schwarzen Stiftungsrat

23. Jänner 2004, 13:15
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Zentralbetriebsrat: VP verteidigt fünf Mandate - SP verliert eines an Unabhängige

Nach ersten Informationen vom Küniglberg lautet das Ergebnis der Zentralbetriebsratswahl vom Donnerstag: Fünf Mandate wie bisher für die Liste des amtierenden Zentralbetriebsratschefs Heinz Fiedler (VP), drei statt bisher vier für die SP-Liste von Technikbetriebsrat Rudolf Füllsack und drei statt bisher zwei Mandate an die Liste Unabhängige.

Spannend werden nun die Verhandlungen über den Vorsitz im Zentralbetriebsrat: Bisher unterstützte die SP Fiedler bei der Wahl. Insider rechnen zwar mit einer Neuauflage, völlig fix ist sie aber noch nicht. Verhandelt wird in den nächsten Tagen.

Der Zentralbetriebsrat stellt fünf der 35 Stiftungsräte des ORF. Auch deren Besetzung dürfte Thema der Gespräche sein. Bisher gab es zwei bürgerliche, zwei sozialdemokratische und einen unabhängigen Betriebsrat in diesem wichtigsten ORF-Aufsichtsgremium, das unter anderem die Generaldirektoren und übrigen Manager wählt.

Dass sich das Wahlergebnis und das zusätzliche Mandat für die Liste Unabhängige auf die Beschickung des ORF-Stiftungsrates durch den Zentralbetriebsrat (ZBR) auswirken werde, "glaube ich nicht", sagte Fiedler in einer ersten Stellungnahme gegenübrer der APA. Freitag erklärte er etat.at, seiner Fraktion stehe nun ein Stiftungsrat mehr zu.

Bei der Zentralbetriebsratswahl stimmen die Betriebsräte des Unternehmens mit unterschiedlichen Stimmgewichten ab - je nach Zahl der von ihnen vertretenen Mitarbeiter. Das Ergebnis in so gewichteten Stimmen: 2332 für die VP-Liste, 1332 für die SP, 1313 für die Unabhängige (bis zur Anstellung der Freien mit Jahreswechsel war das die Liste der freien Mitarbeiter). (fid/APA)

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