Kennzeichnung von Hühnereiern fehlt häufig

30. Jänner 2004, 15:45
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Bereits seit 1. Jänner gilt die neue EU Vorschrift für Hühnereier in ganz Österreich - mit Beispiel zur Codedeutung

Wien - Seit 1. Jänner gibt es neue Kennzeichnungsvorschriften für Hühnereier. Es muss auf jedem offen oder verpackt angebotenem Ei Haltungsform, Herkunftsland, Erzeugerbetrieb sowie Ablaufdatum aufgestempelt sein. Eine Stichprobe der Wiener Arbeiterkammer auf Märkten und in Supermärkten in der Bundeshauptstadt zeigte jedoch, dass vor allem die Produkte der "Standler" diese Stempelung nicht haben.

Markttests: Nur ein Standler mit Kennzeichnung

Die Tests wurden Mitte Jänner auf acht Märkten - dem Nasch-, Brunnen-, Viktor Adler-, Landstraßer-, Rochus-, Vorgarten-, Floridsdorfer- sowie Meidlinger Markt - bei 35 Anbietern durchgeführt. Dabei hatte nur ein Anbieter bei Käfigeiern zumindest vermerkt, dass sie aus dieser Haltungsform stammen. Beim Rest fehlte die Kennzeichnung völlig.

Supermärkte: Bei sechs Packungen war Kennzeichnung mangelhaft

Bei der Stichprobenkontrolle in neun Supermärkten bei 70 Eier-Packungen waren die Produkte aus alternativen Haltungen zwar gut, einzelne Käfigeier hingegen noch nicht korrekt "ausgestattet". Bei sechs von 22 angebotenen Packungen Käfigeier war die Kennzeichnung mangelhaft.

Die AK kündigte Nachkontrollen an und forderte die Anbieter in einer Aussendung auf, die Stempelung ordentlich durchzuführen. Die EU-Verordnung sei schon vor mehreren Jahren beschlossen worden - die Anbieter hatten deshalb genügend Zeit, sich vorzubereiten, meinte die Arbeiterkammer. "Die Konsumenten brauchen klare Infos beim Eiereinkauf."

Kennzeichnungen lesen

Der Stempel ist wie ein Personalausweis für das Ei und soll dem Verbraucher die Möglichkeit geben, nachzuvollziehen, wie das Huhn gehalten wurde, aus welchem Land das Ei stammt, aus welchem Betrieb und Stall. Der Code soll leicht vertsändlich sein.

  • Erste Stelle: Art der Haltung der Henne
    0 = Ökologische Erzeugung (immer Freilandhaltung)
    1 = Freilandhaltung
    2 = Bodenhaltungbr> 3 = Käfighaltung
  • Buchstaben an 2.und 3.Stelle: Erzeugerland, Buchstabenkombinationen entsprechen dem ISO-Ländercode
  • Ziffern 4 bis 9: Produktionsbetrieb
  • Ziffern 10 und 11:Nummer des Stalles
  • in der zweiten Zeile steht das Legedatum

    Das Ei (siehe Bild) wurde am 16.01. auf einem niedersächsischen Hof von einer Henne in Freilandhaltung gelegt.(APA)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Dieses Ei wurde am 16.01. auf einem niedersächsischen Hof von einer Henne in Freilandhaltung gelegt

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