Eine Welle namens "keine Welle"

25. Jänner 2004, 17:37
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Surfen am Samstag im Roxy auf jener Welle, die nie eine sein wollte: die Münchner Munk.

No Wave und kein Ende in Sicht. Egal ob als clevere Neuinterpretation wie von The Rapture oder findig kompilierter Tonträger, zeitgeistige Ohren mit Anspruch auf erhöhten Urbanitätsfaktor scheinen momentan ausgesprochen gut bedient zu sein. Wobei die genreübergreifende Musik aus dem New York der späten Siebzigerjahre vor allem für die beliebteste Samstagabendgestaltung - abgesehen von der Fernsehshow "Wetten, dass. . .?" - perfekt erscheint: rhythmisches Kalorienverbrennen auf der Tanzfläche.

Dessen sind sich auch die Macher des Private-Dancer-Clubs im Roxy bewusst. Wolfgang Schlögl und Rainer Klang überlassen am Samstag die Turntables zwei Münchner Kollegen, die hauptberuflich in solchen musikalischen Gewässern fischen.

Munk alias Matthias Modica und Jonas Imbery betreiben das Label Gommagang, mit dem sie sich zum einen auf Spurensuche nach Originalen begeben, zum anderen Selbstgebasteltes in Anlehnung an ebendiese Soundästhetik auf die Welt bringen. Für eine wilde Party dürfte das allemal reichen. So lange, bis uns halt die nächste Welle überschwemmt. (lux/DER STANDARD, Printausgabe, 23.1.2004)

24.1.,23.00

Roxy, 4., Operngasse 24/Ecke Faulmanngasse.
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    foto: roxy
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