Wissen: Bis zum Doppelten

22. Jänner 2004, 18:52
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Gerichtliches Nachspiel droht

Die Nichtversteuerung der Zuwendung der Industriellenvereinigung (IV) an den Grasser-nahen Homepage-Verein könnte ein gerichtliches Nachspiel haben. Bei der früher genannten Spendensumme von 175.000 wäre 66.458 Euro Schenkungssteuer fällig gewesen. Bei Nicht-Begleichung droht aber lediglich ein Verwaltungsstrafverfahren. Die mögliche Geldstrafe liegt maximal in der Höhe des hinterzogenen Steuerbetrages.

Bei der Summe von 283.000 Euro beträgt die Schenkungssteuer aber 118.992 Euro. Und bei 75.000 Euro liegt die Schwelle, ab der bei Nichtzahlung auch ein gerichtliches Strafverfahren eingeleitet werden kann.

Abhängig ist diese Frage davon, ob die Behörden von Fahrlässigkeit (ohne Absicht) oder von Vorsatz ausgehen. Bei Vorsatz ist die maximal mögliche Geldstrafe das Doppelte des hinterzogenen Betrages. (miba/DER STANDARD, Printausgabe, 23.1.2004)

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