Draken schützen Weltwirtschaftsforum

25. Jänner 2004, 18:28
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Nachbarschaftshilfe: Österreichische Luftstreitkräfte unterstützen Schweizer Armee

Bludesch/Salzburg - Sperrzone am Vorarlberger Himmel. Bis 26. Jänner darf den Süden Vorarlbergs nur überfliegen, wer eine spezielle Genehmigung hat. Grund für die Sperre ist das Weltwirtschaftsforum in Davos. Aus Angst vor Terrorangriffen wird das Schweizer Alpendorf für den allgemeinen Flugverkehr abgeriegelt. Erstmals unterstützen die österreichischen Luftstreitkräfte die Schweizer Armee. Die Kosten für die Nachbarschaftshilfe werden auf 100.000 Euro geschätzt.

200 Soldaten der Luftraumüberwachung wurden von Salzburg nach Bludesch verlegt. Damit ihnen kein Flugobjekt entgeht, errichtete man am Bregenzer Pfänder eine mobile Radarstation. In Vorarlberg kommen die steirischen Draken zum Einsatz. Wie vergangenen Montag, als ein "schlampiger Sportflieger, der sich vor seinem Abflug nicht ausreichend informiert hat" (Brigadier Karl Gruber), abgefangen wurde. Der Schweizer Privatpilot, auf Ausflug von Hohenems nach Südtirol, staunte nicht schlecht, als ihn Draken nach Hohenems zurückschickten. Dem Hobbyflieger droht nun eine Verwaltungsstrafe.

Den nächsten großen Einsatz hat die Luftraumüberwachung in Mai in Mariazell: "Der Katholikentag, zu dem vielleicht sogar der Papst kommt, würde für Terrorangriffe islamischer Fundamentalisten ein lohnendes Ziel abgeben." (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 23.1.2004)

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