Deutscher Filmbranche entgingen durch Raubkopien 800 Mio. Euro

29. Jänner 2004, 15:24
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"Raubkopierer sind Verbrecher" - Kampagne und "Wasserzeichen" als Gegenmaßnahmen

Die zunehmende Verbreitung von Raubkopien hat die deutschen Film- und Videoverleiher im vergangenen Jahr nach Branchenschätzungen mehr als 800 Mio. Euro Umsatz gekostet. Die Industrie wolle mit einer breiten Medienkampagne und verstärkten Fahndungsanstrengungen dagegenhalten, sagte Elke Esser von der Branchenvereinigung ZKM der dpa am Donnerstag in Düsseldorf. Vor allem die Videotheken seien von den Einnahmeausfällen betroffen.

"Raubkopierer sind Verbrecher"

Die ZKM wolle mit einer aggressiven Kampagne unter dem Motto "Raubkopierer sind Verbrecher" verstärkt Unrechtsbewusstsein bei den Verbrauchern wecken. Ein neues Plakat mit einem Mann in Sträflingsuniform und der Aufschrift "Raubkopierer sehen bald nur noch solche Streifen" soll abschreckend wirken. Esser räumte ein, dass Urheberrechtsvergehen im privaten Bereich nur schwer nachweisbar seien. Dennoch gebe es mit Unterstützung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) im Schnitt 40 Durchsuchungen pro Woche bei verdächtigen Personen.

"Wasserzeichen"

Um die Verbreitung von Raubkopien zu stoppen, werde beispielsweise erwogen, Filme mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren "Wasserzeichen" zu versehen. So könne bei einem Angebot im Internet die Quelle rasch zurückverfolgt werden. Die ZKM (Zukunft Kino Marketing) ist eine Tochtergesellschaft des Hauptverbandes deutscher Filmtheater (HDF), des Multiplexverbandes Cineropa und des Verbandes der Filmverleiher (VdF).(APA/dpa)

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