Telekom Austria-Kursziel auf 13 bis 14 Euro erhöht

30. Jänner 2004, 13:47
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BA-CA, Erste Bank und RCB loben die Erhöhung des Streubesitzes auf über 50 Prozent und die jüngsten Konzernzahlen

Wien - Durchwegs äußerst positiv sind die Reaktionen der heimischen Analysten auf den Ausstieg der Telecom Italia (TI) bei der Telekom Austria (TA). BA-CA, Erste Bank und RCB loben besonders die Erhöhung des Streubesitzes auf über 50 Prozent bei der TA und die jüngsten Konzernzahlen des börsenotierten heimischen Marktführers bei Festnetztelefonie, Mobilfunk (Mobilkom Austria) und Internet. Als Kursziel wurden heute, Donnerstag, auf APA-Anfrage 13 bis 14 Euro genannt.

Alfred Reisenberger (CA-BA), Konrad Sveceny (Erste Bank) und Claudia Vince-Bsteh (RCB) sehen im Abschied der Italiener den richtigen Schritt hin zu einer Publikumsgesellschaft. Die rasche Platzierung und der gute Kursverlauf der vergangenen Stunden seien ein gutes Signal für die Zukunft. Positiv sehen die Banken-Analysten auch einen möglichen Aktienrückkauf von theoretisch 10 Prozent, wahrscheinlich bis zu 5 Prozent, sollte es zu keinen Auslandsakquisitionen kommen.

Gleichstand mit Erste Bank

Erfreut sind die Analysten auch von der zu erwartenden Steigerung der ATX-Gewichtung von derzeit 15 auf voraussichtlich 20 Prozent, was einem Gleichstand mit der Erste Bank entsprechen würde, so Vince-Bsteh. Konrad Sveceny und Alfred Reisenberger lobten die Bilanzzahlen der TA, laut Reisenberger sei zwar für die Zukunft kein rasches Umsatzwachstum, aber eine solide Profitabilitätssteigerung zu erwarten.

Die Aktie der Telekom Austria ist gleich nach Handelsbeginn am Donnerstag auf ein neues Allzeithoch gesprungen. Kurz nach der Eröffnung notierte der Titel bei 11,20 Euro und damit um 4,9 Prozent über dem Vortagesschluss. Das Handelsvolumen lag auf hohem Niveau. Bereits vor Sitzungsbeginn zeigten sich Marktteilnehmer zuversichtlich: "Vor allem der künftig höhere Streubesitzfaktor könnte die Aktie weiter nach oben treiben." Die Telekom notiert seit November 2000 an der Wiener Börse, ausgegeben wurden die Aktien damals zu einem Stückpreis von 9,00 Euro. Seither hat die "Volksaktie" nach mehrjähriger Berg- und Talfahrt fast 24 Prozent zugelegt. (APA)

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