Serie von Angriffen gegen Besatzer

23. Jänner 2004, 12:31
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Drei US-Soldaten bei Bakuba getötet - Chef der spanischen Truppen schwer verletzt - Vier Irakerinnen bei Überfall getötet

Bagdad - US-Soldaten und irakisches Hilfspersonal sind wieder zum Ziel von Angriffen geworden. Mindestens zwölf Menschen sind dabei getötet und 14 weitere verletzt worden. In der Nähe von Bakuba sind drei US-Soldaten getötet worden, wie das US-Armeekommando am Donnerstag mitteilte; ein vierter Soldat sei verletzt worden. Drei irakische Polizisten sind nach offiziellen Angaben bei einem Angriff zwischen den Städten Falluja und Ramadi getötet worden. Westlich von Bagdad wurden vier irakische Beschäftigte der US-Armee bei einem Überfall getötet, in Falluja erschossen US-Soldaten zwei Iraker. Bei einer Anti-Terror-Operation wurde ein spanischer Polizeioffizier lebensgefährlich verletzt.

Chef der spanischen Truppen schwer verletzt

Wie das spanische Verteidigungsministerium in Madrid mitteilte, erlitt der Major der paramilitärischen Guardia Civil, Gonzalo Pérez García, einen Kopfschuss. Er wurde in ein US-Spital nach Bagdad gebracht. Der Polizeioffizier war der Sicherheitschef der spanischen Interventionstruppen im Irak. Der Zwischenfall ereignete sich südlich der Stadt Diwaniya. Der Spanier habe dort zusammen mit irakischen Polizeieinheiten an einer Aktion gegen eine "Terrorgruppe" teilgenommen, hieß es.

In Falluja erschossen US-Soldaten in der Nacht auf Donnerstag zwei Iraker. Der TV-Sender Al Jazeera berichtete unter Berufung auf Zeugen, die beiden Männer hätten das Geschäft eines Autohändlers bewacht. Die Soldaten hätten im Dunkeln verdächtige Bewegungen festgestellt und die beiden Iraker erschossen.

Suche nach Massenvernichtungswaffen geht weiter

Die USA werden nach den Worten von US-Vizepräsident Dick Cheney ihre Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak fortsetzen. "Die Richter sind noch unterwegs", sagte Cheney in einem Radiointerview. "Es wird noch eine beachtliche Weile in Anspruch nehmen, um in all die Kämmerchen und (...) Müllhalden und all die Orte im Irak zu sehen, an denen man damit rechnet, so etwas zu finden", sagte Cheney. Die USA hatten den Krieg gegen den Irak damit begründet, das Land besitze Massenvernichtungswaffen. Bisher wurden jedoch keine derartigen Waffen entdeckt.

Irakische Armee erst in drei bis fünf Jahren einsatzbereit

Die derzeit im Aufbau befindliche irakische Armee wird nach Einschätzung eines hochrangigen US-Militärs erst in drei bis fünf Jahren einsatzbereit sein. Grund dafür seien die hohen Kosten für die militärische Ausrüstung und die Truppenausbildung, sagte US-General Paul Eaton am Mittwoch bei einer Videoschaltung aus Bagdad. Es sei schwer, schnell und kostengünstig eine leistungsstarke Armee aufzubauen. Ausländische Truppen müssten deshalb auch in den kommenden Jahren im Irak präsent bleiben. (APA/AFP/AP/Reuters)

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