Rekordzahl

28. Jänner 2004, 21:20
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US-Musikindustrie reichte 532 neue Klagen wegen Musiktauschs ein

Die US-Musikindustrie hat wieder 532 Nutzer von Internet- Tauschbörsen geklagt. Sie sollen dort illegal Musik angeboten haben. Es waren die ersten Klagen, seit ein Gericht im vergangenen Monat der Musikindustrie die Möglichkeit genommen hatte, von Internet-Providern die Namen von Verdächtigen zu erfahren. Dieser muss jetzt erst auf dem Gerichtsweg geklärt werden, was für die Musikindustrie deutlich teurer wird.

Nutzer stammen vermutlich aus allen Teilen der USA

Alle 532 Klagen wurden deshalb auch in Washington und New York eingereicht, dem Sitz großer Provider. Die geklagten Nutzer stammen vermutlich aus allen Teilen der USA. Der Verband der Amerikanischen Musikindustrie (RIAA) hat auch noch nie so viele Personen auf einmal geklagt.

"Beträchtliche" Sammlungen

Die Lobby der Schallplattenfirmen begann im Juni vergangenen Jahres, in File-Sharing-Netzen wie Kazaa oder Gnutella nach Usern Ausschau halten, die "beträchtliche" Sammlungen von MP3-Musikdateien zum Download bereitstellen. Jede der jetzt geklagten Personen soll mehr als 800 Musikstücke im Internet angeboten haben. Den Betroffenen drohen hohe Geldstrafen. (APA/AP)

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