Infineon investiert Milliarden in China

28. Jänner 2004, 12:40
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Marktanteil im Reich der Mitte soll verdoppelt werden

Der Münchner Chiphersteller Infineon will in den nächsten vier Jahren insgesamt 1,2 Milliarden Dollar in China investieren. Damit soll der Marktanteil im Reich der Mitte von derzeit fünf auf zehn Prozent verdoppelt werden, schreibt die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe. In drei Jahren soll jeder zweite Speicherchip nicht mehr aus Infineons eigenen Fabriken stammen, sondern von Auftragsfertigern zugeliefert werden.

Neues Chip-Werk

Infineon will die Outsourcing-Quote bereits bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres auf beinahe 20 Prozent steigern. Wichtigster Partner in China ist Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC). Das Unternehmen errichtet zurzeit in Peking ein neues Chipwerk auf Basis von Infineons 300-Millimeter-Technologie. Im Gegenzug erhält der deutsche Konzern Chips zu festgelegten Preisen.

Das bayerische Unternehmen hat erst in der Vorwoche in Xi'an ein neuest Design Center eröffnet und ein eigenes Tochterunternehmen gegründet. In Xi'an sollen innovative Applikationen für die Kommunikationsbranche sowie den Bereich Automobil- und Industrieelektronik entwickelt werden. Langfristig soll die Zahl der Infineon-Mitarbeiter in China von derzeit rund 800 auf 3.000 aufgestockt werden.(pte)

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