Kartellklage gegen "gelassene" Post

28. Jänner 2004, 21:31
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Zustellunternehmen redmail sieht "rechtswidrige Exklusivitätsklauseln" - Post binde Zeitungsverlage mit "Knebelverträgen" an sich

Das Zustellunternehmen redmail, vorwiegend im Vertrieb von Zeitungen tätig, hat eine Kartellklage gegen die Post eingebracht. Die Post binde Zeitungsverlage mit "Knebelverträgen" an sich, so redmail-Chef Kurt Schügerl. Sie missbrauche damit ihre marktbeherrschende Stellung. redmail ist eine 50-Prozent-Tochter der Styria Medien AG ("Kleine Zeitung", "Presse") und hält eigenen Angaben zufolge auf dem Geschäftsfeld Medienpost einen Marktanteil von 57 Prozent.

"Viele Verlage würden zu uns wechseln, wenn sie aus den Knebelverträgen mit der Post aussteigen könnten", sagt Schügerl. Das aber erschwere eine "rechtswidrige Exklusivitätsklausel" mit Rabatten für Aufträge über fünf Jahre. Postgeneral Anton Wais sieht die Klage nach eigenem Bekunden gelassen. Der Zeitungsverband habe der Regelung ebenso zugestimmt wie die zuständige Preiskommission. (APA)

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