Mehr Leser für "Bunte" und "Stern"

28. Jänner 2004, 21:31
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Deutsche Media-Analyse erschienen - "Stern" vor "Focus" und "Spiegel" - Weniger Leser für Wirtschaftstitel und Jugendzeitschriften

Die Zeitschriften "Stern" und "Bunte" haben deutlich Leser gewonnen. Mit einem Zuwachs von 180.000 Lesern gegenüber dem Vergleichszeitraum erreicht der "Stern" nun 7,40 Millionen Menschen. Dies geht aus der in Frankfurt am Mittwoch vorgelegten Media-Analyse Presse (ma 2004/I) hervor. Bei den Leute-Titeln liegt die "Bunte" mit 4,74 Millionen (plus 470.000) klar vorne. Zu den Verlierern in der Erhebung gehören "Der Spiegel" und die "Bild am Sonntag". Insgesamt legten wöchentliche Frauenzeitschriften und Computer-Zeitschriften zu, bei Wirtschafts- und Jugendzeitschriften ging es abwärts.

"Stern" vor "Focus" und "Spiegel"

Hinter dem "Stern" bleibt unter den drei großen aktuellen Wochenmagazinen "Focus" mit 6,12 Millionen Leser (plus 120.000) an zweiter Stelle. Danach folgt "Der Spiegel", der bei 5,66 Millionen 200.000 Leser einbüßte. Unter den Illustrierten verbesserte sich neben der "Bunten" auch "Gala" um 150.000 auf 1,46 Millionen. Die "Neue Revue" verlor bei 1,88 Millionen 130.000 Leser, genauso viele gab die "Superillu" (2,57 Millionen) ab.

"Bild am Sonntag" (10,47 Millionen) verzeichnete 300.000 Leser weniger. Auch für die "Die Welt am Sonntag" (900.000) wurde ein Minus von 40.000 Lesern ermittelt. "Die Zeit" gewann dagegen bei 1,14 Millionen 30.000 Leser dazu.

Weniger Leser für Wirtschaftstitel und Jugendzeitschriften

Durchweg leicht rückläufig war die Leserschaft bei den Wirtschaftstiteln und den Jugendzeitschriften. Auch viele TV-Blätter sowie die Motorpresse erreichten weniger Leser. Trotz eines Minus von 270.000 bleibt die "ADAC Motorwelt" mit 18,39 Millionen Lesern mit Abstand die meist gelesene Zeitschrift in Deutschland. Zuwächse verzeichneten einige Computerzeitschriften sowie wöchentliche Frauentitel. Die "Freizeit Revue" gewann 290.000 Leser auf 3,36 Millionen hinzu. Insgesamt blieb die Reichweite aller untersuchten Titel jedoch stabil.

Die Media-Analyse wird im Auftrag von Verlagen, Anzeigenkunden und Werbeagenturen veröffentlicht. Die Daten sind unter anderem für die Anzeigenpreise in den Printmedien wichtig. Insgesamt wurden in zwei Wellen knapp 26.000 Menschen von sechs Instituten nach 160 Zeitschriften und Wochenzeitungen persönlich befragt. Der jüngste Befragungszeitraum war von Anfang März bis Ende September 2003. (APA/dpa)

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