Klang der neuen Säle

26. Jänner 2004, 19:38
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Der Musikverein erweitert sein Angebot

Wien - Die vier neuen Säle des Wiener Musikvereins sollen ab dem 20. März mit fünf Programmschwerpunkten ("Jazz & Jugend", "Kinder & Familien", Neue Klassik, "Autoren.Klänge" und "Ton.Film. Musik") vor allem auch ein junges Publikum anlocken. 14.000 Karten werden für die insgesamt 47 Veranstaltungen aufgelegt - erhofft wird eine Auslastung von achtzig Prozent.

Am Eröffnungswochenende (20. und 21. März) wird das Publikum eingeladen, die neuen Säle zu erkunden. Dazu gibt es "pasticcioartige" Kurzeinblicke in die Programmpunkte bis zum 21. Juni. Das eigentliche Programm beginnt mit dem Egon-Wellesz-Symposium (23. und 24. März), die erste musikalische Darbietung vermittelt Percussionist Martin Grubinger (26. März).

Schostakowitsch-Festival

"Film und Musik" bringt ein einwöchiges Schostakowitsch-Festival (15. 5. bis 22. Mai), bei der Serie "Autoren.Klänge" präsentiert unter anderem Erwin Steinhauer Texte von Werner Pirchner. Und Christian Muthspiel vermittelt mit der Camerata Salzburg Kompositionen von Cerha und Britten.

Das Sonderbudget für die Bespielung in der Auftakts-Halbsaison beträgt 360.000 Euro. Für die zukünftige Budgetierung hat sich nach Musikvereinschef Thomas Angyan "nicht so Erfreuliches" zugetragen: Weder Stadt Wien noch Bund haben bisher zusätzliche Gelder genehmigt. Angesucht hat man um je 140.000 Euro pro Jahr.

Sollten keine Gelder genehmigt werden, müsse man mit schon fix zugesagten Sponsorgeldern von Frank Stronach (je 125.000 Euro für die nächsten vier Jahre) ein "Minimalprogramm" bestreiten und ansonsten mehr zu Vermietungen der Säle zurückgehen . . . "Dann gibt es mehr Incentives und weniger Kunst", so Angyan. (APA, tos/DER STANDARD, Printausgabe, 22.1.2004)

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