Haider schlägt "südösterreichische Stromlösung" vor

26. Jänner 2004, 19:23
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Nach Ablöse des Steirer-Vorstandes Chance für Zusammenarbeit mit Kelag - Kärntner Landeshauptmann will "Südachse" gegen "ÖSL"-Vormachtstellung

Klagenfurt - Nach dem spektakulären Köpferollen bei der Energie Steiermark Holding (EStAG) am Dienstag schlug der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider am Mittwoch eine "südösterreichische Stromlösung" vor.

Die EStAG-Vorstände Werner Heinzl, Hubert Jeneral und Gerhard Hirschmann waren am Dienstag mit sofortiger Wirkung suspendiert worden. Die Handlungsfähigkeit des Vorstandes sei nicht mehr gegeben gewesen, begründete Ditz die Entscheidung des Aufsichtsrates. Zudem seien mehrere Schwachstellen im Unternehmen aufgetaucht, darunter die Tatsache, dass keine akkordierte Finanzplanung existiere und ein wahrscheinlich zu hoch angesetzter Kaufpreis für die 49 Prozent der Anteile am Energiesektor der Stadtwerke Graz bezahlt worden ist. Bis Ende Juni soll ein neuer Vorstand per Ausschreibung gefunden werden.

Gemeinsame Stärken bündeln

Haider erklärte am Mittwoch, die Ablöse des Vorstandes biete nun die Chance für eine engere Zusammenarbeit der EStAG mit dem Kärntner Energieversorger Kelag. Aus seiner Sicht mache es Sinn, die gemeinsamen Stärken zu bündeln.

Haider: "Ich kann mir eine Partnerschaft auf Augenhöhe vorstellen, mit der wir zusammen im Markt agieren." Er werde in den nächsten Tagen ein Gespräch über diese Optionen mit der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) führen.

Haider meinte, mit einer südösterreichischen Kooperation wäre auch die zu befürchtende Vormachtstellung der so genannten "Österreichischen Stromlösung" (ÖSL) stark eingeschränkt. Haider: "Wir hätten damit einen starken Block im Süden Österreichs, der den Wettbewerb zum Vorteil der privaten Stromkunden und der Wirtschaft sichert." Er verwies auch auf die Kooperation der Kelag mit den Stadtwerken Kapfenberg, die ein "Erfolgsprojekt für beide Seiten" sei. Ähnliches sei auch mit der EStAG zu Stande zu bringen. Er werde mit Klasnic auf jeden Fall "alle Varianten diskutieren", er hoffe, dass die Steirer für gute Lösungen zu haben seien.(APA)

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