Zahlreiche Unfälle durch heftige Schneefälle

22. Jänner 2004, 10:40
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Glatteiswarnung in einigen Bezirken Wiens - Lechtalstraße nach Lawinenabgängen wieder frei - 50 Zentimeter Neuschnee in Tirol und Salzburg

Wien - Spiegelglatte Fahrbahnen sorgten am späten Mittwochnachmittag für schwere Verkehrsbehinderungen in einigen Bezirken in Wien. Betroffen waren vor allem Penzing, Währing, Ottakring und Döbling. Straßen mussten gesperrt werden, Busse blieben stecken und die Streufahrzeuge der MA 48 standen im Dauereinsatz.

Straßensperren in Wien

Die Gersthofer Straße in Währing war ab dem Türkenschanzplatz stadtauswärts vorübergehend sogar gesperrt. "Ich kann mich nicht erinnern, dass eine derartige Durchgangsstraße in den vergangenen Jahren wegen Glatteis nicht befahrbar gewesen wäre", sagte der ÖAMTC-Experte. Laut Anrufen in der Zentrale des Clubs war auch die Hasnerstraße in Ottakring praktisch unbenützbar. "Auf unwichtige Fahrten sollte man lieber verzichten", warnte Lasser.

Auch der öffentliche Verkehr geriet auf dem Glatteis ins Stocken. In den Außenbezirken, so eine Auskunft der Wiener Linien, kam es auf fast allen Buslinien zu Wartezeiten.

Salzburg: Heftige Schneefälle

Auf Grund der heftigen Schneefälle ist in Salzburg gegen 14.45 Uhr auf der Westautobahn (A 1) kurz vor der Ausfahrt Thalgau in Fahrtrichtung Wien zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen. Verletzt wurde dabei niemand.

Die Unfälle seien unabhängig von einander passiert, erklärte ein Journalbeamter der Autobahngendarmerie Anif. Ein Lkw war ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn abgekommen. Vier nachfolgende Pkw wurden in den Unfall verwickelt.

Ein weiterer Lastwagen schlitterte in einen Graben. Dann kam es noch zu einem Auffahrunfall, an dem gleich mehrere Pkw beteiligt waren. Die Autobahn wurde zur Bergung eines Lkw in Fahrtrichtung Wien kurzfristig gesperrt.

Tirol: Lechtalstraße wieder frei

Nach dem Nachlassen der Schneefälle und dem gezielten Absprengen zahlreicher Lawinen konnte die Lechtalstraße über den Flexenpass wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Zufahrt in die Skiorte Zürs und Lech ab Langen war damit wieder möglich, bestätigte der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel. Die Straße war seit dem späten Dienstagnachmittag gesperrt.

Weiterhin zu blieb vorerst die Straße über den Arlbergpass zwischen Alpe Rauz und St. Christoph auf der Tiroler Seite. Aus Sicherheitsgründen blieb auch der Abschnitt St. Gallenkirch-Gargellen im Montafon gesperrt.

50 Zentimeter Neuschnee

In den vergangenen 24 Stunden gab es in den Nordstaulagen sowie entlang des Alpenhauptkammes bis zu 50 Zentimeter Neuschnee. Die Tourenmöglichkeiten seien stark eingeschränkt, abseits der gesicherten Pisten herrschten ungünstige Verhältnisse.

Kärnten: Lawinengefahr

In Kärnten muss ab einer Höhe von 1.700 Meter mit Lawinen gerechnet werden. Bereits durch eine geringe Zusatzbelastung kann ein Schneebrett ausgelöst werden. Besondere Vorsicht ist bei Touren in den Hohen Tauern, in der Kreuzeckgruppe, in den Karnischen Alpen und in den Karawanken geboten. Für die kommende Tage ist keine Änderung zu erwarten.(APA)

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