Nachfrist für Bierabschied aus Wien

30. Jänner 2004, 15:44
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Nach dem erfolgreichen Pflichtangebot von Heineken soll nun das Delisting der BBAG bis "spätestens März" erfolgen

Wien - Nach dem erfolgreich abgelaufenen Pflichtangebot des niederländischen Brauriesen Heineken an den Streubesitz der BBAG und deren Biertochter Brau Union sind die Tage beider Gesellschaften an der Wiener Börse gezählt. "Wir rechnen jetzt mit einem Delisting bis spätestens März", sagte Brau-Union-Sprecher Michael Dickstein am Dienstag.

Heineken hält jetzt 98,73 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals der BBAG, vor dem öffentlichen Pflichtangebot waren es 70,49 Prozent. Bei der BBAG-Biertochter Brau Union gehören dem holländischen Großkonzern mittlerweile 98,70 (zuvor 68,78) Prozent des Grundkapitals.

Zehn Börsentage

Jene Kleininvestoren, die das Heineken-Offert bisher nicht angenommen haben, können das noch in einer Nachfrist bis 3. Februar tun. Pro Stammaktie der Brau-Beteiligungs-AG (BBAG) bietet Heineken weiterhin 124 Euro, pro Brau-Union-Stammaktie 127,27 Euro. Für den Aufkauf des vollen Free Floats macht Heineken wie berichtet insgesamt knapp 742 Mio. Euro flüssig.

Brau-Union-Vorstandschef Karl Büche spricht von einem "beeindruckenden Beweis, dass auch das Streubesitzangebot nicht nur fair, sondern auch attraktiv war". Dem stimmt auch der bei Abfindungsangeboten bekannt streitlustige Anlegervertreter Wilhelm Rasinger zu. (DER STANDARD Printausgabe, 21.01.2004 APA, kbau)

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